1. Graduierungskolloquium bei der Akademie Faber Castell (AFC) in Zusammenarbeit mit dem Institut für Humanistische Psychologie (IHP)

Am 5. Oktober 2009 haben die ersten Absolventen der Akademie Faber-Castell (AFC) in Nürnberg-Stein erfolgreich ihre Graduierung zum Counselor mit Fachrichtung Kunst- und Gestaltungstherapie abgeschlossen.

Herzlichen Glückwunsch und Dank gilt der  Kooperation zwischen unserem Partner IHP und der AFC.

 

 

Wir beglückwünschen die acht neuen graduierten Kolleginnen

Im folgenden Bilder vom Graduierungstag in der Akademie Faber-Castell in Nürnberg/Stein und die Graduierungsarbeiten, mit denen unsere Kolleginnen erfolgreich abgeschlossenen haben.


M?ser Gabriele

Möser Gabriele


Werte weisen den Weg - Einsatz kreativer Gestaltarbeit bei der Entwicklung eines Unternehmensleitbildes in einer Hotelgruppe


Summary: Der Fachbeitrag zeigt, wie sich Elemente kreativer Gestaltarbeit im Unternehmenskontext einsetzen lassen. Anlass ist der Verkauf von zehn Hotels in Deutschland an einen international agierenden Eigentümer. Unter den Mitarbeitern macht sich eine gewisse Orientierungslosigkeit und Unsicherheit breit. Es fällt die Entscheidung, ein Unternehmensleitbild zu entwickeln. Dieses soll Zukunftsorientierung durch eine gemeinsame Vision und einen Handlungsrahmen durch verbindliche Werte geben. Es soll den Mitarbeitern Identifikation und Motivation durch Sinngebung ermöglichen. Ein zweitägiger Workshop mit dem Managementteam Deutschland bildet den Auftakt für die Leitbildentwicklung. Die Konzeption dieses Workshops mit kreativer Gestaltarbeit als methodischen Ansatz sowie Beispiele der Arbeit mit Gestaltelementen

Beck Ursula

Beck, Ursula

Das Aufgreifen des Moments - Der Zusammenhang zwischen Kreativität und Entwicklung junger Menschen durch die Arbeit mit inneren Bildern. Momentaufnahmen aus der Berufsausbildung junger Erwachsener in einer Fördereinrichtung

Summary: In dieser Arbeit wird an Hand von Erlebnissen mit jungen Menschen aufgezeigt, was für Arbeit essentiell ist. Das „Aufgreifen des Moments“ ist wie die spontane Erkenntnis einer machtvollen inneren Wirklichkeit in einem anderen Menschen. Aus der Anerkennung und Würdigung dieser Wirklichkeit kann sich heilsame Veränderung ergeben. Dies kann im Gespräch, bei einer Körperwahrnehmungsübung oder beim Malen eines Bildes geschehen. Dabei werden auch ungewöhnliche Wege beschritten. Der Text enthält Fallbeispiele aus dem Unterrichtsalltag mit Jugendlichen, die aus diversen Gründen aus dem Schulsystem heraus gefallen sind. Für deren oftmals hartes Schicksal möchte die Autorin den Leser sensibilisieren und ihn zum Nachdenken anregen: Unsere heutige Jugend ist Spiegel unserer Gesellschaft, unseres Umgangs mit uns selbst und mit den Problemen unserer Zeit.

Brehmer-Kreis, Astrid
KUNST MACHT STARK - Möglichkeiten der Jugendkunstschule


Summary: Vielfältige Fundstücke einer entwicklungspsychologisch begründeten und
ressourcenorientierten Pädagogik werden zusammengetragen, vorgestellt und in ihrer Wirkung betrachtet. Weiterentwicklung, Persönlichkeitsbildung und Resilienz können durch sie entstehen. Die praktische Arbeit eines Trimesters in einer Jugendkunstschule liegt zugrunde, zwei Einheiten daraus werden exemplarisch näher betrachtet. Die Arbeit zeigt, dass die Schatzkiste der Jugendkunstschule mit „handfesten“ und „weichen“ Fundstücken gefüllt ist und im Zusammenwirken beider gelingende Prozesse entstehen.
Pasqualini, Lea

Pasqualini, Léa

Diagnose: Schwerer Herzfehler - Kunsttherapeutische Begleitung einer jungen Mutter mit Baby

Summary: Diagnose "Schwerer Herzfehler bei einem Neugeborenen". Eine Diagnose, die das
Weltbild eines jungen Paares innert weniger Sekunden fast zum Einstürzen bringt.  Der Mut der
Mutter, Hilfe in Form von Counseling in Anspruch zu nehmen, um mit dieser aussergewöhnlichen Situation zurecht zu kommen, wird in dieser Arbeit aufgezeichnet.  Mit kunst- und gestaltungstherapeutischen Ausdrucksmitteln findet die junge Frau einen Weg, kreativ mit dieser grossen Herausforderung umzugehen. Es öffnen sich für sie, ihre Familie und ihre kleine Tochter ungeahnte Möglichkeiten, und es stellt sich eine neue Ordnung ein, auch in ihrer Ursprungsfamilie.

Haußner-Stauch, Eva Maria

Einfach Sein - Kreative Arbeit mit Menschen mit Behinderung


Summary: Dieser Beitrag zeigt, wie kreatives Tun für Menschen mit Behinderungen zur Kraftquelle der Seinstärkung werden kann. Es wird möglich mit dem heilen inneren Wesenskern in Berührung zu kommen, ihn zu nähren und sichtbar zu machen. Durch achtsames Tun wird ein Perspektivenwechsel im Blick auf die eigene Person möglich. Es rücken die Ressourcen, die immer noch vorhandenen Fähigkeiten in den Blick. Konzentration auf das Gestalten und Schaffensfreude ermöglichen eine schmerzfreie Zeitspanne.
Espenschied, Carola

Counseling in der Selbsthilfe - Einsatz von pädagogisch-therapeutischer Beratung in der Selbsthilfe


Summary: „Wenn auch einmal nur spurenhaft eine Begegnung von Menschen gelingt, wenn zwei oder drei so ins Gespräch kommen, dass einer den anderen an seinem Schicksal teilhaben lässt, dann merken sie erst, wie vereinsamt und unverstanden sie gemeinhin leben, selbst wenn sie mit vielen anderen in „Kontakt“ stehen. BETZ 1977, S. 60“ LUMMA Klaus, Counseling Theorie & Praxis der Beratungspädagogik 1/1999
Dieser Aufsatz beschreibt die vielseitigen Anwendungsmöglichkeiten und die Chancen der pädagogisch-therapeutischen Beratung in der Selbsthilfe. Counseling im Alltag einer Selbsthilfegruppe gibt den Teilnehmern Motivation und Stärkung zur Gruppenarbeit, unterstützt sie bei der Bewältigung von Krisensituationen und fördert die persönliche Weiterentwicklung. Die Betroffenenberatung erhält eine Qualität, welche Mut machen darf für den Fortbestand und die Ausweitung persönlichkeits- und gesundheitsorientierter Arbeit in der Selbsthilfe.
Hoffmann Birgit
Hoffmann, Birgit

Die offene Werkstatt im "Atelier Miteinander" - Ein kunsttherapeutisches Konzept - erläutert an einem Setting


Summary: Das „Atelier Miteinander“ mit der offenen Werkstatt bietet einen geschützten Rahmen, um alte, nicht hilfreiche Muster aus dem Alltag zu erkennen, anzunehmen, loszulassen oder zu verwandeln. Nicht gelebte Potentiale und Fähigkeiten werden gefunden und dadurch Selbstheilungskräfte aktiviert. Es wird miteinander Gemeinschaft ausprobiert und gelebt. Fantasie, Kommunikation und handwerkliches Geschick werden entdeckt und geübt. Es darf jeder sich dem
Andern mutig zumuten. Die offene Werkstatt wirkt durch Anziehung, nicht nur durch Werbung. Das Konzept wirkt besonders nachhaltig, weil therapeutische Methoden und Beratung „nur“ indirekt einfließen. Durch das Arbeiten auf gleicher Augenhöhe, werden Professionelle Beratung und freundschaftliches Miteinander verbunden. Dieser Beitrag beschreibt ausführlich einen Abend der offenen Werkstatt im
 „Atelier Miteinander“, wo, wann, was, wie stattfindet und warum.
W?hner Dorothea

Wähner, Dorothea

Berührt sein, berührt werden durch Wahrnehmung

Summary: Zentrale Aussage der Autorin ist, dass wir mit Vertrauen und Bewusstseinshaltung unser "Vermögen", die Wahrnehmung, mit unserem Körper, Geist und Seele und den gegenwärtigen Ereignissen, bereichern und erfahren können.
Mit einem "Ja" zum Verwirklichen im Tun und mit aufmerksamen Interesse können wir unser "Ich" in unserer GeschICHte entdecken und weitergeben, wo wir gefragt und berührt sind in dieser Welt und von unseren Mitmenschen. Wir können uns wagen, im Raum der Wahrnehmung zwischen Reiz und Reaktion, bewusst berührt und rührend zu bewegen. Uns aus dem Berührtsein gefordert fühlen, für andere Menschen (und uns selbst) förderlich zu sein und in Achtsamkeit vom „Anderssein“ und des „Dazwischen“, die Frucht lebensnah und frei im natürlichen Kreislauf zu be-wahr-heite(r)n.


Im folgenden noch einige Bilder vom Graduierstag in Nürnberg-Stein





AFC Akademieleiter Siegfried Hochstein begrüßt die Graduierungskandidatinnen und ihre Gäste
Hannelore Warning (Faber Castel) und Martina Hochstein (AFC)

Hannelore Warning (Faber-Castell) und Martina Hochstein (AFC)

 

Dr. Klaus Lumma (IHP) und Martina Hochstein (AFC)


Gratulation von Frau Hannelore Warning (Faber-Castell) zum bestandenen Kolloquium

 


 

Die erfolgreichen graduierten Kolleginnen
an ihrer Seite
Wolfgang Röttsches, Vorstand BVPPT
Martina Hochstein, AFC
Dr. Klaus Lumma, IHP