10 Jahre Nationales Forum Beratung nfb: Rückblick – Feier - Perspektiven

Am 27. September veranstaltete das Nationale Forum Beratung in Kooperation mit dem nordrhein-westfälischen Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales eine Fachtagung, die bereits im Titel führte, dass sich die professionelle Bildungs- und Berufsberatung aktuell neuen Herausforderungen stellen muss: „Bildung- und Berufsberatung im Spannungsfeld zwischen Hochkonjunktur, demografischem Wandel, Fachkräftebedarf und Integration“.  In drei Impulsreferaten ging es sowohl um Fragen fachlicher Qualifizierung von Beraterinnen und Beratern, auf die im Zuge der gesellschaftlichen Veränderungen ganz neue Aufgaben zukommen, als auch um Fragen der grundsätzlichen Ausrichtung von Beratung. Sehr eindrücklich referierte Prof. Dr. Rita Süssmuth über „Zuwanderung. Migration und Integration – Beratung für soziale Gerechtigkeit und Teilhabe“. 

In der vorgeschalteten Mitgliederversammlung am 26. September gab Karen Schober – nfb Vorsitzende - unterstützt von weiteren nfb – Vorständen Auskunft zur aktuellen Situation des Vereins. Nachdem die Projekt-Unterstützung Ende 2015 endete, ist die drängende Frage nach der weiteren Finanzierung eng verknüpft mit der Frage nach inhaltlicher (Neu?-) Ausrichtung. Die Mitgliederversammlung hat angeregt von Wolfgang Röttsches (BVPPT) beschlossen, diesen Fragenkomplex im Rahmen eines Fachtags Anfang 2017 intensiv zu behandeln.

An beiden Tagen in Berlin ging es vor allem um das Feld der beruflichen Beratung und der (Aus-) Bildungsberatung. Warum ist der BVPPT in dieser Runde vertreten? Zum einen finden sich unter dem breit gefächerten BVPPT – Dach auch Mitglieder, die selbst in diesen Beratungsfeldern aktiv sind und für die Zukunft und Stand ihrer Beratungsleistung in Deutschland unter den veränderten Vorzeichen von existentieller Bedeutung sind. Zum anderen berührt auch das Arbeitsfeld von – ganz allgemein gesprochen – Lebensberatern immer wieder das Feld Arbeit, ehrenamtliche Arbeit, Ausbildungssuche und Veränderungen im beruflichen Werdegang in allen Ausprägungen. In den Impulsreferaten wurde so auch an vielen Stellen deutlich: In der Mitte muss der Mensch stehen. Ich denke, dass die graduierten Counselor hier viel zu bieten haben und berufspolitisch wach an den Aktivitäten in den Dachverbänden teilhaben sollten.

Am Ende der Gesamtveranstaltung ging besonderer Dank an Karen Schober, die bis in alle Details für die gelungene Planung und Durchführung dieser Jubiläums – Fachtagung verantwortlich zeichnete.

Christina Pollmann